Als ich vor ein paar Monaten meinen Schrank für die Bessey-Einhandzwingen – klick – geplant hatte, habe ich mich zwar einerseits darüber gefreut, das ich auf so wenig „Stellplatz“ so viele Zwingen untergebracht hatte, andererseits störte mich aber von Anfang an, das die Bessey’s wegen ihrer ausladenden Bauart doch viel „Leerraum“ im Inneren des Schranks beanspruchten, der „eigentlich“ von den Zwingen gar nicht benötigt wird. Den Schrank hab ich ja nun schon eine gute Zeit in Betrieb und ich muss sagen, ich würde ihn wieder genauso bauen, wie er jetzt ist. Nur…dieser „leere Raum“ ließ mir all die Monate keine Ruhe. Und was einem keine Ruhe lässt, mit dem beschäftigt man sich…

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…meine „Beschäftigung“ mit dem Thema sah dann so aus, das ich alles Mögliche, was einem so im Weg rumlag, in diese Leerräume gestopft habe, nur um dieser vermaledeiten Platzverschwendung Einhalt zu gebieten. Um hier nun das totale Chaos zu vermeiden, das unweigerlich über mich und die Bessey’s hereingebrochen wäre, wenn ich mich in dieser Art weiter mit diesem Thema beschäftigt hätte, musste eine andere Lösung her.

Des Hobbyschreiners zweitbester Freund neben seinen TKS ist ja bekanntlich Sketchup… 😆 Also, wieder mal ran an’s virtuelle Reißbrett und die Gedanken, die einem so durch den Kopf geistern, in Form einer 3D-Zeichnung auf den Bildschirm geknallt.

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Auf der linken Seite im Bild gut zu sehen, die missliche „Ausgangssituation“. Hier sieht man sehr gut den „verschwendeten“ Platz neben den Zwingen.
In der Mitte und rechts bereits die „Endversion“ meiner vorläufigen Planung. Der Platz zwischen den Oberkanten der kleinen Regale und den Bessey-Griffen wird im wirklichen Regal nur ca. 10 mm betragen. Da ich leider keine Original-Bessey Vorlage zum planen hatte, habe ich diese in Sketchup nur annähern „nachgebildet“. Deshalb dieser Höhenunterschied.

Nachdem ich mir ja vorher schon ein wenig Gedanken darüber gemacht hatte, was ich den in diesen „gewonnenen“ Leeräumen überhaupt ordentlich verstauen wollen würde, hatte ich zuerst an kleine Schraubenregale mit Teleskopauszügen gedacht. Nach Fertigstellung meinen großen Schraubenregals habe ich diese Idee aber wieder verworfen, weil ich ja in Zukunft alle Schrauben an einem Ort unterbringen will. Was mir aber dann beim Einräumen des Schraubenregals aufgefallen ist, das immer wieder irgendwelche „Sachen“ auftauchen, die einfach nicht in ein Schraubenregal gehören. Kleinteile nennen sich diese teils lästigen Dinger. Treten aber meist nicht in großen Mengen auf. Wenn man sich aber nicht um sie „kümmert“ rotten sie sich in irgendwelchen Krabbelkisten zu großen, unübersichtlichen Banden zusammen und man findet das gerade eben so sehr benötigte „Kleinteil“ nie mehr wieder. Also, damit auch diese Spezies ein artgerechtes Zuhause bekommt, habe ich mich dazu entschlossen, Kleinteileregale mit Teleskopauszügen in eben diese Leerräume einzubauen.

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Sehr breit würden die Regale mit 130 mm Gesamtbreite und einer einheitlichen Tiefe von 600mm zwar nicht werden. Interessant waren aber vor allem die unterschiedlichen Höhen der „Leerräume“. Ideal um mal mehr in die Höhe statt in die Breite zu bauen. Da ich schon immer so ein „Schraubgläserregal“ für die Werkstatt machen wollte, mir die Montage quer an der Wand aber immer zu platzraubend erschien, hab ich dann mal versucht, in SketchUp so viele wie möglich davon in den kleinen Regalen unterzubringen. Jaaaaa…hmmmm…dann zeichne mal los, wenn Du keine Maße von den Gläsern hast. Also schnell ab in den Keller und die gesammelten Marmeladengläser vermessen….plötzlich die Stimmer der besten aller Ehefrauen hinter mir: „Was machst den da schon wieder“? Du wirst doch nicht meine sauer zusammengesuchten Marmeladengläser….? Natürlich „wollte“ ich nicht… Ausserdem wären die ja auch alle unterschiedlich groß gewesen…und auch zu wenige….pahhh 😳

Aber, Gott sei’s gedankt hat mir Tante Google gleich einen heißen Tipp für eine „Marmeladenglasquelle“ gegeben. – klick – Hier hab ich mir gleich 60 Stück mit passenden Schraubverschluss bestellt. Alle in der gleichen Größe und kein lästiges abknubbeln der Etiketten. Super.

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Ich habe die Größe der Gläser so gewählt, das sie den Innenraum der kleinen Regale optimal ausnutzen. So bringe ich jetzt 54 Gläser in drei Regalen auf 9 Ebenen unter. Das dürfte für jede Menge „Kleinteile“ ausreichen… 😆

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Da ich aber nicht nur Kleineteile unterbringen will, sondern auch einen Platz für meine Domino-Dübel brauche, habe ich einen Teil der Regale mit kleinen Sperrholzkistchen bestückt, die man auch einzeln entnehmen kann. Hier sind es 12 Kistchen 300 x 150 x 100 mm in zwei Regalen auf sechs Ebenen.

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Die Endversion im „Showmodus“…alle Register sind gezogen – ich steh unsichtbar dahinter und halte dagegen, das der Schrank nicht umfällt… 😆

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Und hier nochmal eine kurze Übersicht über die zu bauenden Teile…

Weiter geht’s dann die nächsten Tage mit dem Zuschnitt der benötigten Teile. Bis dahin…

Servus, der Lothar