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Da meine neue Absauganlage nun so gut funktionierte, habe ich sie natürlich so oft es ging eingesetzt. An der Tischkreissäge, den Handkreissägen, Fräsen und diversen Schleifmaschinen. Alles super – bis auf das ewige Umstecken des Saugschlauches und dem damit einhergehenden Wahnsinn mit den fünf verschiedenen Adaptern für die unterschiedlichen Maschinen. Das musste auch irgendwie einfacher gehen. Deshalb habe ich mich hingesetzt und erstmal meinen tatsächlichen Bedarf ermittelt. Für die Makita 2012 NB-Dickenhobelmaschine hatte ich mir extra eine Bernardo Absauganlage DC 450 CF mit Feinstaubfilter zugelegt. Nicht, weil der Festool CTL Midi die Späne nicht auch abgesaugt hätte, aber durch den geringen Schlauchdurchmesser des CTL gabs immer wieder mal eine Rohrverstopfung bei größerer Zustellung am Ausgang der Makita. Dieses Problem war also schon mal gelöst. Was noch blieb, waren die handgeführten und halbstationären Maschinen. Für die sollte eigentlich ein Rohrdurchmesser von ca. Ø 40 mm ausreichen, um den Saugstrom durch die Überdimensionierung des Rohrleitungsdurchmessers nicht zu stark zu schwächen. Nach längerem Suchen im Internet und allen Unkenrufen zum Trotz, habe ich mich dann für ein Rohrsystem aus HT-Rohren entschieden. Da diese ganzen Negativ-Meldungen über die Funkenbildung durch Elektrische Aufladung in den ganzen Berichten nicht wirklich bewiesen werden konnten und es bisher auch noch keinen nachgewiesenen Brand durch die Verwendung eines solchen Rohrsystems gegeben zu haben scheint, habe ich das Risiko für mich als sehr gering bis nicht vorhanden eingestuft.

Nun, nach fast zwei Jahren Betriebsdauer dieser Anlage, bin ich immer noch der Meinung, das durch das Einsaugen eines Glutnestes, entstanden durch Verwendung einer Oberfräse mit stumpfem Fräser oder einem verschlissenem Forstnerbohrer im Bohrständer, die Gefahr eines Brandes ungleich höher ist, als durch die Funkenbildung in meinem HT-Rohrsystem. Natürlich muss jeder für sich selber entscheiden, wie hoch er diese „Gefahr“ einschätzt.

Um nun die abzusaugenden Maschinen auch gezielt einzeln absaugen zu können, was auch wegen des sonst fast gänzlich zusammenbrechenden Saugstroms unbedingt notwendig ist, waren sogenannte Absperrschieber nötig. Für jede Maschine einen. Leider gab es im großen, weiten Internet nichts, das auch nur annähernd zu meinen HT-Rohren passen wollte.

Also, wie üblich, SketchUp anwerfen, zeichnen, selber bauen…

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Natürlich sind in der Grundplatte 4 Befestigungslöcher angebracht, keine Ahnung, wo die anderen drei in der Zeichnung abgeblieben sind…:-)

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Zum Bau habe ich KÖMACEL-Reste (Kunststoff), die bei uns als Reste in der Schilderfertigung anfallen, verwendet, da diese mit einem sehr schnell trocknenden Kleber verleimt werden und ich nach jedem Verleimschritt sofort weiterarbeiten konnte.

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Wie üblich, kommt die Arbeit immer vor dem Spaß. Alle benötigten Teile werden auf der Kapex zugeschnitten. Wenn nur diese Späne durch die statische Aufladung nicht immer überall „festkleben“ würden…

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Noch schnell die Durchgangsöffnungen für die HT-Rohre mit nem nagelneuen FAMAG BORMAX Ø 40 mm Forstnerbohrer gebohrt.

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Dann kanns auch schon mit dem Verleimen losgehen. Bei einem Bauteil den Kleber zügig auftragen, kurz anpressen, weiterbauen – hält nach Sekunden bombenfest.

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Passprobe des zukünftigen Schiebers…

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zweiten Deckel drauf und der „Rohbau“ des erste Schiebers ist fast fertig.

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Der Schieber sollte spielfrei aber nicht zu leicht gleiten…

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…damit er bei Montage an der Decke nicht herausfällt.

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Sechs Stück sollten für den Anfang reichen.

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Zum besseren Bedienen habe ich noch zwei kleine „Greifhilfen“ angebracht.

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Noch ein wenig schön machen an meiner neuen Hegner Scheibenschlei​fmaschine HSM 300. Ein super Maschinchen…

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Damit die Schieber guten Halt finden, habe ich auf dem Frästisch noch passende Nuten in die Befestigungsplatten gefräst und am Bohrständer die Befestigungslöcher gebohrt.

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Und weil die Rohre an Wand und Decke ja auch befestigt werden mussten, ich aber nicht diese häßlichen HT-Rohrschellen mit den Stockschrauben verwenden wollte, habe ich mir die auch noch angefertigt.

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Grundplatten fräsen und bohren… (ich liebe diese Späne….:-)

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Tragplatten für HT-Rohr DN 40 mm und für den Fall der Fälle, das mal ein Kabel eingezogen werden muss, noch 4 Durchganslöcher…

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25 Stück sollten erstmal reichen – sind ja schnell nachgebaut…

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Der erste montierte Schieber…und er funtioniert.

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Schieber-Deckenmonatage mit Schlauchanschluss für Handmaschinen am MFT. Der original-Festool-Schlauch passt genau in die DN 75/50 HT Muffe.

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Alle 90° Kurven habe ich mit 30° Bögen angelegt. So sollte sichergestellt sein, dass keine Rohrverstopfungen auftreten. Durch die weißen Befestigungsplatten ist das gesamte Rohrsystem sehr stabil.

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Hier sieht man die verwendeten HT-Teile, um das Absaugmobli mit der Saugleitung zu verbinden. Anschluss vom Dust-Deputy kommend DN 50 dann mit Reduzierung DN 50/40 auf DN 40 Absaugleitung.

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Kapex, fertig eingebunden in die Absaugleitung, mit eigenem Absperrschieber. Wichtig, bei Verwendung von HT-Abzweigen, das diese immer so montiert werden, das die abzusaugende Maschine im Haupt-Abaugstrom „mitgenommen“ wird.

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Damit die Kapex ohne Behinderung bis ganz nach vorne ausgezogen und geschwenkt werden kann, habe ich ein Stück Schlauch DN 40 verwendet. Erhältlich im Baumarkt beim Zubehör für Gartenteichpumpen. Er passt, mit ein wenig gut zureden, genau in die DN 40/40 HT Übergangsmuffen und diese mit zwei Winkel DN 40 x 30° direkt auf die Kapex.

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Hier nochmal im Detail der Kapex-Anschluss. Auf der Seite der HT-Übergangsmuffe, wo der Schlauch rein soll, die schwarze Gummidichtung entfernen, sonst passt es nicht. Der Schlauch sitzt trotzdem bombenfest und ist dicht. Die anderen Gummidichtungen sollten in den 30° Bögen verbleiben, um einen strammen Sitz zu gewährleisten.

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Hier zum Abschluss noch die eingebundene Hegner-Tellerschleifmaschine. In diesem Fall habe ich, genau wie bei der Spindelschleifmaschine, einen Flexiblen HT-Abflussschlauch verwendet.
Jede angeschlossene Maschine ist mit einem eigenen Absperrschieber versehen. Da die gesammte Absaugleitung durch die ganze Werkstatt läuft, habe ich diese auch noch zusätzlich mit drei Absperrschiebern ausgestattet, um die verwendeten Saugwege immer so kurz wie möglich zu halten. Den größten Teil der Absauganlage habe ich nun schon fast zwei Jahre in Betrieb und bisher funktioniert alles reibungslos und ohne Verstopfungen oder spürbare Leistungsverluste.

Als nächste Ausbaustufe will ich die Bernardo Absauganlage DC 450 CF mit Feinstaubfilter an der Aussenwand meiner Werkstatt montieren, da sie in der Werkstatt einfach zu viel Platz beansprucht. Hierfür will ich einen schallgedämmten Schrank aus Siebdruckplatten bauen, in dem die Absaugung dann, geschützt vor Wind und Wetter, ein neues Zuhause finden wird. Der DN 100 Saugschlauch kann dann direkt an einer Wandanschlussdose mit der Absaugung gekoppelt werden.

Aber, das wird wieder ein eigenes „Projekt“….