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Hallo ihr Holzwürmer,

nachdem ich es nun leid bin, mir alle paar Jahre neue Regale für meine Geschäftsunterlagen zu kaufen, weil sich die Fachböden immer unter der Last durchbiegen und ich Blechregale nunmal nicht ausstehen kann, hab ich mir vorgenommen, diesmal was Vernünftiges selber zu bauen.

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Wie immer, kommt vor dem Spaß erst wieder die „Planungsphase“. Ansicht Vorderseite.

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Natürlich wieder mit SketchUp. Ansicht Rückseite.

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Und wieder hat ein Stapel Material (mit meiner Hilfe „schwitz“) den Weg in die Werkstatt gefunden. Der ganze Stapel waren mal 7 Platten Multiplex 1.525 x 3.050 x 24 mm die ich, wie immer, auf meinem Zuschneidetisch in handliche Formate aufgeteilt habe.

Maß eines Einzelregals: b=858 x h=2230 x t=320 mm – davon benötigt werden 6 Stück.

Materialliste:
9 Seitenteile 320 x 2230 x 24 mm
42 Fachböden 308 x 810 x 24 mm
12 Sockelleisten 80 x 810 x 24 mm
6 x Rückwand 840 x 2230

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Ich habe die Seitenteile und die Streifen für die Fachböden nur in der Breite genau aufgetrennt. Die endgültige Länge habe ich dann auf meinem Eigenbau-MFT mit der TS 75 geschnitten.

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Ich bin immer wieder froh darüber, das ich in meiner Werkstatt vieles mit ein paar Handgriffen aus dem Weg räumen kann, um dann auch mal, wie hier bei einem der Seitenteile, alle vorhandenen Auflageflächen nutzen zu können. Das war mit der Grund, warum bei mir alles die gleiche Arbeitshöhe von 95 cm hat. Bei einer Körpergröße von 189 cm ist mit 95 cm für mich sehr gut zu arbeiten.

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Damit es beim Austritt des Sägeblattes keine Ausrisse gibt, zwinge ich mir immer ein Opferholz mit fest.

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Das klappt recht gut. Der Aufwand ist gering, das Ergebnis sehr gut.

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42 Fachböden später – langsam wirds wieder „kuschelig“ in der Werkstatt, wenn sich solche „Berge“ auftürmen…:-)

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Damit ich nicht jeden Fachboden einzeln ausmessen muss, habe ich mir eine Frässchablone gebaut, um dann die Löcher für die…

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Hettich VB 21 D – Verbinder einzufräsen. Für meine Regalanlage sind sie ideal, weil ich die Regale später einmal ohne Beschädigung wieder abbauen kann.

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Aber was nützt der teuerste T-Square 600 und der schönste Bleistift, wenn der Mann dahinter seine Gedanken wieder mal woanders hat…leider hatte ich beim Einmessen der Schablone die Breite der beiden Anschlagleisten links und rechts an der Schablone nicht berücksichtigt, tja, nun sind da zwei Lächer zuviel drinn. Macht aber nix, funktioniert trotzdem. Musste nur immer aufpassen, die Fräse ins richtige Bohrloch zu stecken. Naja, waren ja nur 168 Fräsungen mit Ø 30 mm und das Gleiche nochmal mit Ø 10 mm.

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Hier gut zu sehen mein „Fräsaufbau“…bei so vielen gleichen Teilen versuche ich immer, meinen Arbeitsplatz so herzurichten, das ich alle Arbeitsschritte quasi wie „am Fliesband“ erledigen kann. Dazu gehört auch, das in meinem Arbeitsbereich nur das Werkzeug rumliegt, das ich grad für diesen Arbeitsschritt brauche. Das spart Zeit, verringert mögliche Fehlerquellen und trägt auch ein wenig (auch in der Hobbywerkstatt) zur Arbbeitssicherheit bei.

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Gefräst mit meiner OF 1400 mit Ø 30 mm Forstnerbohrer für die OF und einem Ø 10 mm ENT-Nutfräser mit Grungschneide. Das  Ergebnis denke ich, überzeugt.

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336 x „OF 1400 in die Frässchablone einsetzten“ später, sind auch schon alle 42 Fachböden mit den notwendigen Bohrungen versehen. Das geht ganz schön in die Arme…zumal die 24er Fachböden auch nicht gerade Leichtgewichte sind.

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Hier sehen wir den Rohbau für eine Plattenbauwohnung einer Holzwurmfamilie…:-)

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Das Gute an diesen VB 21D-Verbindern ist, das man sie bei Montage in der Bodenplatte auch von oben „bedienen“ kann. Es wird einfach noch eine Ø 10 mm Bohrung von oben eingebracht. Mittig über dem Schloss. Später wird die Öffnung dann mit einer passenden Abdeckkappe verschlossen.

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Weiter geht’s mit dem nächsten Schritt. Vor dem ersten Feinschliff der 42 Fachböden bügle ich erst die Melamin-Kantenumleimer in Rubinrot auf. Alles was für den ersten Schritt notwendig ist, liegt griffbereit…

 

Bügeleisen anwerfen – und los geht’s. Da ich den genauen Ablauf des Aufbügelns schon beim Bau meines Systainerschranks beschrieben habe, gehe ich hier nicht mehr weiter darauf ein, sondern zeige euch lieber ein kurzes Video davon. Ich versuche mich hier gerade an meinen ersten „Videoproduktionen“. Seit also bitte noch nachsichtig mit mir, wenn noch nicht alles ganz so professionell ausschaut…:-)

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42 Kantenumleimer später. Nun hab ich den Haufen schon zum dritten Mal umgestapelt…

 

Jetzt noch mit meiner neuen Festool MFK 700 Kantenfräse (war ihr erster großer Einsatz) die Überstände beigefräst. Das geht gleich um einiges besser alls am Frästisch. Beim Systainerschrank hatte ich mir ja am Frästisch noch einen provisorischen Anschlag gebastelt.

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Wenn nur hinterher nicht immer…

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alles voller „Umleimerwuzerln“ wär…die sind ja soooo anhänglich, man glaubt es kaum.

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Dann noch mit einem scharfen Cutter-Messer die Überstände an den Stirnseiten zuschneiden,
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…und mit dem Schleifklotz vorsichtig, ohne die Kante zu brechen, planschleifen. Schleift man zu schräg, sieht man sofort die weiße Kleberschicht „durchblitzen“.

 

Schleift man zu schräg, sieht man sofort die weiße Kleberschicht „durchblitzen“. Hier nochmal ein kleines Filmchen dazu.

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Bevor ich die Hettich VB 21 D – Verbinder in die Fachböden einsetzen kann, schleife ich die Fachböden noch bis Körnung 240. Dadurch erhalten auch die Melaminkanten an den Längsseiten noch den letzten Schliff, damit beim herausziehen der schweren Ordner die Kante nicht abgerissen werden kann.

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Im nächsten Schritt warten dann 168 von diesen silbernen Jungs darauf…

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…von mir mit sanfter Gewalt…

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in Ihren neuen Bestimmungsort befördert zu werden.

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So mag ich das, wenn alles passt…

Im nächsten Teil geht’s dann mit den Seitenteilen weiter.

< Teil 2 >